Seit Gründung der ersten Ersthelfergruppe im März 1998 in Bernstadt hat das DRK Langenau in seinem Einzugsgebiet mehrere Ersthelfergruppen eingerichtet, die sogenannten „Helfer vor Ort“. Die Ersthelfergruppen sind in der Regel in den Gemeinden verfügbar, in denen aktive Mitglieder unseres Ortsvereins wohnen. Derzeit ist dies in Langenau, Asselfingen/Rammingen, Bernstadt, Göttingen, Öllingen/Setzingen, Nerenstetten und Albeck/Hörvelsingen der Fall. Pro Jahr haben unsere Ersthelfergruppen ca. 250 Alarmierungen.

Seit 2011 wird die Ersthelfergruppe Langenau auch im sogenannten Hausnotrufdienst des DRK Ulm eingesetzt. Die Einsatzorte reichen hierbei von Altheim/Alb bis Asselfingen, gehen also auch über das eigentliche Betreuungsgebiet des Ortsvereins hinaus! Bei einem Alarm eines Hausnotruf-Teilnehmers, der keine Angehörigen in der Nähe wohnen hat, wird die Ersthelfergruppe alarmiert. Ausgerüstet mit einem Wohnungsschlüssel fahren zwei Personen der Gruppe mit unserem Rettungswagen dann zur Wohnung des Hausnotruf-Teilnehmers und klären die Lage ab. Selbstverständlich leisten sie im Bedarfsfall qualifizierte Erste Hilfe und veranlassen weitere Maßnahmen über die Rettungsleitstelle.

Unsere „Helfer vor Ort“ haben unterschiedliche Ausbildungsstände: vom Sanitäter bis zum Notfallsanitäter. Alle erfüllen jedoch die Voraussetzungen zur Teilnahme an diesem Zusatzdienst. In Aus- und Fortbildungen sowie praktischen Fallbeispielen werden ihre Kenntnisse regelmäßig aufgefrischt und vertieft.

Ausgestattet sind die Helfer mit Notfall-Rucksäcken, die vom Beatmungsbeutel und Sauerstoff über ein Blutzuckermessgerät bis zur Infusionslösung alles Notwendige für erweiterte Erste-Hilfe-Maßnahmen enthalten. Selbstverständlich ist auch „normales“ Verbandsmaterial immer mit dabei. Seit mehreren Jahren verfügen einige unserer Ersthelfergruppen über Defibrillatoren (AEDs), die im Falle eines Kreislaufstillstandes zum Einsatz kommen.

Team

Unsere „Helfer vor Ort“-Mannschaft besteht derzeit aus 19 gut ausgebildeten Ersthelfern.

Gruppe Langenau
Stefan BlessingRettungssanitäter
Maximilian HentschelRettungssanitäter
Markus HermSanitäter
Tobias KranertRettungssanitäter
Philipp LaibleNotfallsanitäter
Erich LehmannSanitäter
Anja LorchRettungssanitäter
Maurice SchmidSanitäter
Isabella StöckleRettungshelferin
Peter WolheinRettungssanitäter
Gruppe Bernstadt
Jochen KeckRettungsassistent
Gruppe Asselfingen / Rammingen
Gunther WalliserRettungssanitäter
Gruppe Göttingen
Tina KnielingRettungshelferin
Gruppe Öllingen / Setzingen
Rainer BenedensNotfallsanitäter
Gruppe Nerenstetten
Nicole JungingerRettungssanitäterin
David RichterRettungsassistent
Gruppe Albeck / Hörvelsingen
Martin KohlLehrrettungsassistent
Tim BauerRettungssanitäter
Helfer vor Ort der Gruppe Langenau

Statistik

Einsätze

Rock am Ring 2016 in Mendig

Am Freitag den 03.06.2016 trafen sich 7 Helfer des OV Langenau zur Abfahrt einem Sanitätsdienst der besonderen Art. Es ging nach Mendig in Rheinland-Pfalz, zu Rock am Ring. Organisiert hatte diesen San-Dienst Martin Kohl. Martin war schon oft dabei, kannte die Leute und hat es uns möglich gemacht, an diesem Spektakel als Sanis teilzunehmen. Leider ist Martin kurz vor der Abreise erkrankt und konnte selber nicht mitfahren. Wir sind in Langenau um 14 Uhr bei strömendem Regen gestartet. Dieses Wetter sollte über das ganze Wochenende unser Begleiter bleiben. Nach 5 Stunden Fahrt, von einem Stau zum nächsten, sind wir endlich in Thür, einem kleinen Ort, bei unserer Unterkunft angekommen. Untergebracht waren wir in einer Turnhalle, die der dortige DRK Verein angemietet hatte. Nach einer kurzen Besichtigung und Einweisung in die Dienstpläne, packten wir unsere Sachen aus und bezogen unsere Liegen. Anschließend gab es Abendessen und wir machten uns fertig für unsere 12 Stundenschicht, die um 21 Uhr beginnen sollte. Kurz bevor wir auf das Festivalgelände fahren wollten, kam es zu einem schweren Gewitter. Als wir dann losfuhren bekamen wir die Info, dass mehrere Blitze auf dem Gelände eingeschlagen sind, dass Reanimationen laufen und es einige Verletze gibt.
Unsere San-Station war aber auf dem Zeltplatz, der geschätzte 3 km von der Hauptbühne entfernt war. Dort angekommen bekamen wir vor Ort noch einmal eine kurze Einweisung, wurden auf die Zelte aufgeteilt und schon ging es los. Es waren jede Menge Schnittverletzungen, Verbrennungen, Unterkühlungen, alkoholbedingte Notfälle……. zu behandeln. In den Zelten waren Helfer sämtlicher Qualifikationen, vom San-Helfer bis zum Notarzt, bei der Arbeit.
Was die Arbeit der Helfer sehr erschwerte, war der Schlamm und der Dreck überall. Durch die starken Regenfälle und die über 90.000 Besucher hat sich das Gelände in eine einzige Suhle verwandelt. Kein einziger Patient, der zu uns kam, war sauber oder trocken. Viele liefen ohne Schuhe durch den Schlamm und holten sich dabei tiefe Schnittwunden oder traten sich irgendwelche Dinge in den Fuß. Alles musste erst gereinigt werden, um zu sehen, was los ist. Nach der Behandlung haben viele Patienten Mülltüten mitbekommen, um sie über die Füße zu ziehen. So ging es die ganze Nacht bis morgens 9 Uhr, dann kam endlich die Ablösung. Wir sind zur Unterkunft, haben gefrühstückt und sind völlig fertig eingeschlafen. Am Nachmittag wollten wir dann auf das Festivalgelände, um die Konzerte zu erleben, aber das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung. Es kam wieder ein starkes Gewitter und es wurde erneut eine Unterbrechung der Konzerte veranlasst. Da unsere zweite Nachtschicht wieder um 21 Uhr begann, hatten wir keine Möglichkeit mehr, ein Konzert zu besuchen. Gegen 21 Uhr wurden die Konzerte wieder aufgenommen. Da sich die Wetterlage aber nicht grundlegend änderte, wurde das Festival in der Nacht für beendet erklärt. Die Besucher wurden aufgefordert den Platz bis um 12 Uhr mittags zu räumen. Daraufhin packten einige ihre Sachen und reisten noch in der Nacht ab. Die meisten schliefen aber noch eine Nacht in ihren aufgeweichten Zelten. Zum Glück gab es wenig Leute, die ihren Frust über die Absage in Aggressivität umwandelten. Es blieb bis auf ein paar brennende Dixis in unserer Umgebung alles friedlich.
Wir beendeten am Morgen unseren Dienst. In der Unterkunft angekommen packten wir unsere Sachen. Es gab noch ein reichliches Frühstück, danach traten wir die Heimreise an. Diesmal ohne Stau. So konnten wir die Strecke in gut 3 Stunden bewältigen. In Langenau angekommen haben wir das Fahrzeug vom Dreck befreit und sind sehr sehr müde, aber um eine Erfahrung reicher nach Hause gegangen.

Übung

Helfer vor Ort - Unsere Ganztagesübung 2018

Am 08.11.2018 war es wieder soweit. Unsere lange geplante und vorbereitete Übung startete. Das Wetter hatten wir wieder bestens ausgesucht. Warme Temperaturen und strahlender Sonnenschein. Begonnen haben wir traditionell mit Kaffee und Butterbrezel. Die Stimmung war, trotz des frühen Beginns um 08.00 Uhr, hervorragend. Auch die Teilnehmerzahl war überwältigend. 21 Leute sind freiwillig zu diesem Übungstag gekommen. Ein bisheriger Rekord für diese Veranstaltung.
Aus diesem Grund haben wir auch erstmalig zwei Gruppen bilden müssen. Gruppe 1 wurde betreut und mit Fallbeispielen versorgt von Philipp Laible und Dennis Kellner. In dieser Gruppe waren Helfer, die hauptsächlich Sanitätsdienste besetzen, bei der Blutspende helfen und sich aktiv am Vereinsleben beteiligen.
Gruppe 2 waren Helfer, die als Helfer vor Ort, als Unterstützungsgruppe Rettungsdienst, zu Hausnotrufen ausrücken oder im Rettungsdienst Ulm ehrenamtlich fahren.

Zu Beginn stand die Einweisung durch den Übungsleiter Peter Wolhein. Hier wurden die organisatorischen Dinge zur Übung geklärt. Anschließend erfolgte durch Rainer Benedens noch einmal eine Auffrischung zum Thema Vorgehen an der Einsatzstelle sowie das Vertiefen des vorgegebenen Behandlungsschemas nach ABCDE und SAMPLER.

Beim ersten Fallbeispiel der Gruppe 2 waren die Helfer der Gruppe 1 als Beobachter eingeladen. Hierbei handelte es sich um einen Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person. Die Gruppe 1 sollten sich mit der Situation auseinandersetzen und aus Zuschauersicht erkennen, was gut lief aber auch wo Verbesserungen möglich sind. Dadurch sollten sie natürlich für sich persönlich auch dazulernen.

Nach diesem Fallbeispiel trennten sich die Gruppen und übten, die auf sie zugeschnittenen, Übungsszenarien. Diese reichten von der Schnittwunde und verstauchtem Knöchel bis zu Herzinfarkt und Reanimation.
Am Abend waren 10 Fallbeispiele und ein reeller Ersthelfereinsatz abgearbeitet. Die Auswertungen erfolgten immer gleich im Anschluss. Bei Gruppe 2 wurden die Einsätze gefilmt und anhand des Filmes ausgewertet. Alle Beteiligten haben an diesem Tag einiges dazugelernt. In eine Notsituation gerufen zu werden und adäquat zu helfen, bedarf der Übung und des Wiederholens. Dies ist an diesem Tag sehr gut gelungen. Am Ende der Übung wurden die Fahrzeuge und Materialien wieder einsatzbereit gemacht.

Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es gegen 18:30 Uhr für alle weiter. Nun aber wesentlich entspannter. Wir feierten unser Sommerfest. Unsere Geburtstagskinder haben für Essen und Getränke gesorgt. Sie feierten zusammen mit uns Ihren runden Geburtstag. Das Fest ging bis in die Nacht und hatte somit zu einem sehr schönen Abschluss des Tages beigetragen.