Helfer vor Ort – Unsere Ganztagesübung 2017

Am 09.09.2017 fand, die schon in den letzten Jahren durchgeführte, Ganztagesübung des DRK – Ortsverein Langenau statt. Eine stattliche Anzahl von Helfern haben sich für diese Übung gemeldet. Darunter auch drei unserer neuen Helfer, die noch keine sanitäts-technische Ausbildung haben. Für diese drei war ein extra Programm vorgesehen.

Begonnen haben wir den Tag mit Kaffee und Brezeln. Dann ging es aber auch schon los. Zuerst mit der Bekanntgabe der Tagesordnung und einer Einweisung in die Übung. Hierbei wurde darauf hingewiesen, dass alles nur eine Übung ist. Das heißt, kein Blaulicht und keine Verkehrsüberschreitung, alles in einem vernünftigem Rahmen.
Dann wurde vom Notfallsanitäter, Rainer Benedens, noch einmal das Vorgehen an der Einsatzstelle und die verschiedenen Schemas der Patientenversorgung besprochen.
Die gestellten Einsätze sollten so nah an der Realität spielen wie es möglich ist. Daher mussten sich die Helfer auch so verhalten. Sie bekamen nur eine kurze Einsatzmeldung, nicht auf dem Melder aber auf einem Zettel. Und dann sollten sie alles so machen und sich verhalten, wie beim echten Einsatz. Dazu gehört:

  • sich bei der Leitstelle zu melden und den Einsatz annehmen
  • das Übungsobjekt anfahren
  • sich einen Überblick verschaffen
  • die Behandlung des Patienten beginnen
  • dabei besonderes Augenmerk auf die Vitalfunktionen zu richten
  • gegebenenfalls weitere Kräfte nachfordern
  • den Patienten transportfertig zu machen
  • anschließend alles benötigte Material wieder auffüllen

Als Szenarien waren fünf verschiedene Fälle vorbereitet. Das erste Fallbeispiel war eine Verpuffung mit anschließendem Feuer in einer Gartenhütte. Dabei hat uns die Freiwillige FW Setzingen unterstützt. Die Freiwillige Feuerwehr Langenau hatte an diesem Tag keine Zeit, sie mussten ihren Tag der offenen Türe für den nächsten Tag vorbereiten.
Als weitere Fälle waren vorbereitet:

  • ein allergischer Schock nach dem Genuss von Nuss-Eis im Eis Cafe Venezia
  • eine Reanimation in einer Privatwohnung
  • einen Hausnotruf in einer Privatwohnung
  • und einer Amputationsverletzung auf einem Bauernhof

Da alle Mimen sehr gut vorbereitet und geschminkt wurden und die Umgebung stimmte, waren die Übungen sehr nah an der Realität. Die Mimen konnten Aussagen über Vorerkrankungen, Medikamenteneinnahmen, letzten Mahlzeiten usw. machen.

Das Arbeiten der Helfer wurde wieder gefilmt. Anhand des Filmes und dem, bei jedem Team mitlaufenden, Beobachters, konnte anschließend eine gute Beurteilung der Leistung durchgeführt werden. Als Beobachter waren erfahrene Notfallsanitäter und Rettungsassistenten dabei. Im Anschluss wurde gleich eine Einsatzbesprechung durchgeführt. Somit konnten gezielt gute Abläufe aber auch noch verbesserungswürdige Dinge angesprochen werden.

Am Ende des Tages konnte Jeder neue Erfahrungen und Erkenntnisse mitnehmen.

Das Ziel, reelle Einsätze zu bewältigen und die Vorgehensweise zu trainieren, wurde erreicht. Auch wurde Helfern mit wenig Erfahrung die Möglichkeit gegeben, sich einzubringen und das Gefühl eines fast reellen Einsatzes zu erleben.

Hier noch einige Bilder der Übung: