Helfer vor Ort – Unsere Ganztagesübung 2014

Am Samstag den 23.08.2014 organisierte das DRK Ortsverein Langenau eine Übung für seine Helfer vor Ort und interessierte Mitglieder des Vereins. Mit der Organisation waren Peter Wolhein und Anja Lorch betraut.

Die Übung war für den ganzen Tag angesetzt und setzte sich aus zwei Teilen zusammen. Der Erste, etwa 2 stündige theoretische Teil. begann um 09:00 Uhr, danach folgten die Fallbeispiele bis gegen 17:00 Uhr.

In der Theorie ging es darum, einen Notfall nach einem bestimmten Schema abzuarbeiten. Hierbei ist die Vorgehensweise immer die Gleiche, egal um was für einen Notfall es sich handelt. Dieses schematische Vorgehen soll verhindern, dass irgendetwas Relevantes übersehen wird. Außerdem kann der Helfer, bei dieser Vorgehensweise, keine lebensbedrohenden Verletzungen oder Erkrankungen übersehen.

Zuerst werden die Vitalparameter: Bewusstsein, Atmung und Kreislauf kontrolliert. Dabei werden lebensbedrohende Zustände behandelt, wie zum Beispiel ein verlegter Atemweg oder eine starke Blutung. Der Patient wird ständig überwacht. Dazu können im Verlauf Hilfsmittel wie Blutdruckmessung, Pulsoximetrie, BZ Messung und EKG eingesetzt werden. Im weiteren Verlauf erfolgt die Anamnese, die Erfragung der Vorgeschichte des Patienten. Auch hierzu steht dem Helfer ein Schema zu Verfügung, um nichts zu vergessen oder zu übersehen.

Im praktischen Teil ging es anschließend darum, das theoretische Wissen anzuwenden. Es waren 5 Fallbeispiele vorbereitet. In jedem Beispiel wurde ein Notfall nachgespielt, zu dem die Helfer, wie im reellen Fall, über eine kurze Notfallmeldung alarmiert wurden. Ziel war es, die Helfer in Stress zu versetzen, um so die Arbeit unter Belastung zu üben. Dazu wurden Mime organisiert die den Helfern fremd waren. Außerdem wurde an verschiedenen Plätzen in ganz Langenau geübt. Dazu wurden die Umgebung und die Mime so realistisch wie möglich geschminkt und hergerichtet. Außerdem konnten wir mit Rainer Benedens einen erfahrenen Lehrrettungsassistenten vom DRK Rettungsdienst Ulm gewinnen. Rainer gab bei der Übung den Notarzt. Das machte die ganze Sache noch realistischer. Als Fallbeispiele wurden folgende Szenarien vorbereitet:

  1. Kreislaufstillstand während dem Auto fahren, mit Kollision einer Straßenlaterne in der Beethovenstraße
  2. Schnittverletzung mit einer Motorsäge auf dem Holzplatz der Schreinerei Ertle
  3. Schwindel und Unwohlsein bei Herzrasen in einer Wohnung am Nauursprung
  4. Drogen – Alkoholvergiftung in der Wörth
  5. Fahrradsturz nach Herzinfarkt in der Osterne Kuften

Die Übungen wurden alle gefilmt. Somit konnte sich anschließend jeder Helfer selbst in Aktion sehen. Das war eine gute Möglichkeit die einzelnen Übungen auszuwerten. Hier erkannte man, was gut lief, aber auch was noch verbesserungswürdig ist. Insgesamt kann man sagen hatte die Übung einen großen Lern Effekt und hat jedem einzelnen seine Stärken und Schwächen aufgezeigt.

Die Übung kam bei allen Beteiligten sehr gut an. Zum Abschluss gab es noch ein gemeinsames Grillen und einen gemütlichen Ausklang des Abends.

Hier noch einige Bilder der Übung: